Themen & Aufklärung
Antisemitismus zeigt sich in vielen Formen – von offener Feindseligkeit über versteckte Codes und Bildsprache bis zu Verschwörungserzählungen. Auf dieser Seite bündeln wir Grundlagen, Begriffe und Materialien, die helfen, antisemitische Muster zu erkennen und einzuordnen. Unsere Bildungsangebote – Workshops, Vorträge und Fortbildungen – richten sich an Schulen, Vereine, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Antisemitismus aktiv begegnen wollen.
Zahlen & Studien
Antisemitismus ist in Österreich auf hohem Niveau messbar. Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) dokumentierte für das Jahr 2025 insgesamt 1.532 antisemitische Vorfälle – den höchsten Wert seit Beginn der systematischen Erfassung und im Schnitt mehr als vier Vorfälle pro Tag.
Darunter waren 19 physische Angriffe, 27 Bedrohungen, 205 Sachbeschädigungen und 439 Massenzuschriften. Die häufigste Erscheinungsform war mit 1.186 Fällen (77,4 %) israelbezogener Antisemitismus, gefolgt von antisemitischem Othering (750 Fälle) sowie Schoa-Relativierung und -Leugnung (625 Fälle).
Die im Auftrag des österreichischen Parlaments durchgeführte Antisemitismus-Studie 2024 (IFES, 2.037 Befragte) zeigt: 13 % der Bevölkerung vertreten manifest antisemitische Einstellungen, 33 % latente. Besonders der israelbezogene Antisemitismus hat zugenommen – vor allem bei jungen Menschen und Hochschulabsolvent:innen. Vier von zehn Befragten erkannten eine schoa-relativierende Aussage nicht als antisemitisch.
Quellen: IKG-Antisemitismusbericht 2025 (ikg-wien.at) und Antisemitismus-Studie 2024 des österreichischen Parlaments (parlament.gv.at).